Das MEDIMAX HiFi-Lexikon
Manchmal erscheinen Geräte auf den ersten Blick sehr ähnlich, wodurch es schwieriger wird, zu entscheiden, ob dieses oder jenes Gerät denn nun genu das ist, was ich brauche.
Auf dieser Seite möchten wir Ihnen gerne einige Bergriffe aus dem Bereich Audio-Technologie näher erläutern, damit Sie die verschiedenen Eigenschaften und Techniken auf den Verpackungen der Geräte oder in anderen Informationsquellen besser einschätzen können.
Sie finden diese Texte noch einmal ausführlicher in unserem MEDIMAX-Magazin.
Natürlich stehen Ihnen weiterhin unsere Fachverkäufer in den Filialen mit Rat und Tat zur Seite.
2D
Wenn im Hifi-Bereich vom 2D-Sound gesprochen wird, ist damit im Grunde der klassische Stereo-Sound gemeint. Der Begriff wurde vergleichsweise spät eingeführt, eigentlich erst nach der erfolgreichen Etablierung von 3D-Sound bzw. Raumklang. Hierdurch soll leichter unterschieden werden können, ob Hifi-Komponenten die Chance bieten, Raumklang zu erzeugen oder nicht.
Beim 2D-Sound sucht man den räumlichen Klang vergeblich. Bei Stereo-Systemen erfolgt die Wiedergabe mit Hilfe zweier Lautsprecher, weshalb es nicht möglich ist, echten räumlichen Klang zu erzeugen. Es existieren lediglich zwei Tonkanäle, die letztlich dazu dienen, die Audiosignale an den linken und den rechten Lautsprecher zu übertragen.
2D konvertieren auf 3D
Die Konvertierung von 2D auf 3D kann im Hifi-Bereich zwei unterschiedliche Bedeutungen haben. Da wäre zum einen der TV-Bereich, der den Hifi-Bereich im Prinzip nur anschneidet. Dort stößt man mittlerweile auf Technologien, die herkömmliches, also zweidimensionales Videomaterial in dreidimensionales Videomaterial umwandeln, um somit einen räumlichen TV-Genuss zu ermöglichen. Zum anderen kann eine 2D zu 3D-Konvertierung auch im Audiobereich erfolgen.
3D
Wenn im Hifi-Bereich von 3D gesprochen wird, kommt es häufig zu Verwechslungen mit 3D-Fernsehen. Allerdings handelt es sich hierbei um zwei vollkommen unterschiedliche Dinge. Zum einen geht es um Videoinhalte, die dreidimensional erscheinen, zum anderen um räumlichen Sound. Wird in Verbindung mit Hifi von 3D gesprochen, geht es dabei zumeist um den Sound. In der Praxis kann es natürlich auch die Vereinigung beider Bereiche vorkommen, beispielsweise wenn 3D-Filme im Heimkino genossen werden.
HDMI-Ausgang
Der HDMI-Ausgang ist eine Schnittstelle, über die Bild- und Audiodaten an andere Geräte weitergeleitet werden. Im Wesentlichen ist sie bei DVD- und BluRay-Playern anzutreffen. Diese Geräte lesen das eigentliche Medium aus und leiten die Daten dann entweder direkt an ein Fernsehgerät oder zunächst an einen Receiver weiter.
Für den Hifi-Bereich ist der HDMI-Ausgang von sehr hoher Bedeutung. Zwar assoziieren viele Personen mit dem HDMI-Standard vorrangig die Übertragung von Bilddaten, jedoch sind Audioinformationen ebenfalls im Datenstream enthalten. Dementsprechend sind die Daten auch für den Hifi-Bereich von immens hoher Bedeutung – ganz besonders im Hinblick auf das Thema Raumklang.
HDMI-Eingang
Als HDMI-Eingang wird die Schnittstelle bezeichnet, über die HDMI-Datenströme in ein Fernsehgerät, einen Computer oder ein Hifi-Gerät eingespeist werden. Entsprechende Schnittstellen sind heutzutage von höchster Bedeutung, weil sich der HDMI-Standard auf breiter Ebene etabliert hat. Sowohl Videodaten als auch Audiodaten werden bevorzugt per HDMI übertragen.
Der eigentliche HDMI-Eingang wird über eine kleine Buchse realisiert. Einzelne Geräte wie BluRay-Player und Receiver werden per HDMI-Kabel miteinander verbunden. Wichtig hierbei ist die Wahl des richtigen Ein- und Ausgangs. Heutzutage sind viele Geräte mit mehreren HDMI-Ein- und -Ausgängen versehen, sodass es schnell zu Verwechslungen kommen kann.
iPod und iPhone Direkteingang
Beim iPod und iPhone Direkteingang handelt es sich um eine Geräteschnittstelle, die am iPod, dem MP3-Player von Apple, sowie dem Apple iPhone zu finden ist. Die Schnittstelle erlaubt es, mit anderen Geräten bzw. mit Audiosystemen einen Datenaustausch vorzunehmen. Im Wesentlichen geht es dabei um die Einspeisung von Musik in Hifi-Systeme, um so einen besonders guten Klang zu erzeugen.
iPod und iPhone wurden in einer Weise konzipiert, dass der Musikgenuss im Wesentlichen über die Kopfhörer erfolgt. Zwar kann das iPhone laut gestellt werden, doch sofern man einen guten Klang wünscht, empfiehlt sich der Anschluss an spezielle Lautsprecher oder gar die Eingliederung in ein Hifi-System. Dank Direkteingang lassen sich iPod und iPhone spielend leicht in andere Systeme integrieren, wo sie in erster Linie als Musikdatenbank und Abspielgerät dienen.
iPod und iPhone Dockingstation
Eine Dockingstation für iPod oder iPhone wird in erster Linie als Schnittstelle eingesetzt, um ein Kommunizieren der Apple-Geräte mit anderen Geräten zu ermöglichen. Hierbei geht es im Wesentlichen um den Austausch von Daten, zum Beispiel um Dateien zu kopieren oder Musik abzuspielen. Außerdem werden Dockingstationen gerne eingesetzt, um den Akku von iPod oder iPhone komfortabel zu laden.
MP3
Eine Dockingstation für iPod oder iPhone wird in erster Linie als Schnittstelle eingesetzt, um ein Kommunizieren der Apple-Geräte mit anderen Geräten zu ermöglichen. Hierbei geht es im Wesentlichen um den Austausch von Daten, zum Beispiel um Dateien zu kopieren oder Musik abzuspielen. Außerdem werden Dockingstationen gerne eingesetzt, um den Akku von iPod oder iPhone komfortabel zu laden.
Die Bezeichnung MP3 wird für ein Verfahren zur Kodierung und Dekodierung von Audiodaten verwendet. Umgangssprachlich steht der Begriff zumeist für MP3-Dateien, in denen Audioaufnahmen gespeichert sind. Mittlerweile gilt das MP3-Datenformat als eines der am stärksten verbreiteten Audioformate überhaupt.
Der hohe Verbreitungsgrad von MP3-Dateien war ursprünglich nie geplant. Mehrere Unternehmen und Institute arbeiteten an einem Verfahren, um Audioinformationen komprimiert in digitaler Form zu speichern. Grund für die Forschungsarbeit waren die großen Dateimengen, die Musikdateien zunächst aufwiesen. Eine Minute Audiosound in CD-Qualität benötigt gut zehn Megabyte an Speicher. Per MP3-Kodierung ist es möglich, eine stattliche Komprimierung zu erreichen, sodass am Ende nur noch ein bis zwei Megabyte an Speicherkapazität benötigt werden.
MP4
Der Begriff MP4 steht für ein so genanntes Containerformat, in das verschiedene Multimediaformate zusammengefasst sind. Hierunter fallen neben Audioformate auch Videoformate. Die Dateien, die Inhalte der verschiedenen Multimediaformate beinhalten, haben, je nach Unterformat, unterschiedliche Dateiendungen. Typische Endungen sind .m4v (MPEG4-Videoströme), .m4a (nur Audiodaten) und .m4p (Audiodaten mit DRM-Schutz).
Aufgrund der Namensähnlichkeit zu MP3 nehmen viele Verbraucher an, MP4 sei der Nachfolger von MP3 und würde daher eine noch bessere Audioqualität versprechen. Allerdings handelt es sich hierbei um zwei vollkommen verschiedene Formate, weshalb ein direkter Vergleich nur eingeschränkt möglich ist.
Dolby Surround
Dolby Surround ist der Klassiker unter den Tonformaten, die Raumklang versprechen. Es war das erste System, das Endverbrauchern das Erlebnis von Raumklang zu einem bezahlbaren Preis versprach. Es basiert auf dem Einsatz von drei Front-Speakern sowie ein bis zwei Rear-Speakern. Die Übertragung der eigentlichen Audiodaten erfolgt analog, weshalb Dolby Surround längst als abgelöst gilt: Bei DVD und BluRay wird auf digitale Tonformate gesetzt.
Dolby Digital
Die Ablösung von Dolby Surround erfolgte durch Dolby Digital. Es wurde im Wesentlichen für die Wiedergabe von DVD-Ton entwickelt. Die Audiodaten sind digitalisiert und außerdem komprimiert. Die Komprimierung erfolgt allerdings nicht verlustfrei, was zwar beim Zuhören kaum auffällt, aber dennoch einen Nachteil verkörpert. Dolby Surround-Receiver können die digitalen Daten nicht decodieren, weshalb ein eigenständiger Receiver/Decoder benötigt wird.
DTS
DTS ist ein Konkurrenzprodukt zu Dolby Digital, das vom kalifornischen Unternehmen Digital Theater Systems entwickelt wurde. Es ist zwischen DTS für Kinos sowie DTS für Endverbraucher zu unterscheiden. Im Wesentlichen wird ein Raumklang wie bei Dolby Digital erzeugt, der Unterschied besteht im Wesentlichen darin, dass die Komprimierung der Daten mit weniger Verlust erfolgt und somit theoretisch eine höhere Klangqualität erzielt werden kann.
Dolby Digital Plus
Als die DVD von HD-DVD und BluRay abgelöst wurde, stellten die Dolby Laboratories ihren Dolby Digital-Nachfolger vor, der sich Dolby Digital Plus nennt. Er bringt gegenüber dem Vorgänger den großen Vorteil mit sich, dass die Komprimierung verbessert wurde und somit ein geringerer Klangverlust auftritt. Außerdem werden nicht mehr nur 5.1 Kanäle, sondern bis zu 13.1 Kanäle unterstützt, wodurch ein Raumklang mit höherem Detailgrad erzielt werden kann. Je nach Datenträger ist sogar eine Abwärtskompatibilität zu Dolby Digital gegeben, weshalb eine Audiowiedergabe auch mit Dolby Digital-Decodern möglich ist (bei entsprechenden Klangeinschränkungen).
Dolby True HD
Dolby True HD verkörpert das neueste Tonformat der Dolby Laboratories, welches ebenfalls vollständig digital arbeitet und für HD-DVD sowie BluRay entwickelt wurde. Die größte Neuerung besteht darin, dass die Komprimierung verlustfrei erfolgt und somit eine besonders hohe Klangqualität versprochen wird. Je nach Komprimierung werden sechs oder acht Audiokanäle unterstützt.
Sie finden diese Texte noch einmal ausführlicher in unserem MEDIMAX-Magazin.