text.skipToContent text.skipToNavigation

3D

Wenn im Hifi-Bereich von 3D gesprochen wird, kommt es häufig zu Verwechslungen mit 3D-Fernsehen. Allerdings handelt es sich hierbei um zwei vollkommen unterschiedliche Dinge. Zum einen geht es um Videoinhalte, die dreidimensional erscheinen, zum anderen um räumlichen Sound. Wird in Verbindung mit Hifi von 3D gesprochen, geht es dabei zumeist um den Sound. In der Praxis kann es natürlich auch die Vereinigung beider Bereiche vorkommen, beispielsweise wenn 3D-Filme im Heimkino genossen werden.

Wird der Bereich des 3D-Sounds näher betrachtet, so muss zwischen zwei Verfahren unterschieden werden. Zum einen gibt es Sound, der tatsächlich räumlich ist, indem beispielsweise eine größere Anzahl an Lautsprechern zum Einsatz gelangt – man spricht auch vom so genannten Raumklang. Bei typischen Systemen, wie beispielsweise Dolby Surround, gelangen mindestens vier Lautsprecher zum Einsatz, die vor und hinter den Zuhörern platziert sind. Zum anderen gibt es Systeme, die einen Raumklang vortäuschen, obwohl nur zwei Lautsprecher zum Einsatz gelangen.

Echter Raumklang

Echter Raumklang kommt zustande, indem mehrere Lautsprecher eingesetzt werden, die an verschiedenen Orten im Zimmer positioniert sind. Bei allen Raumklang-Systemen von Dolby gelangen beispielsweise drei Front-Speaker und mindestens ein Rear-Speaker zum Einsatz. Anhand dieser Lautsprecheranordnung ist es möglich, diverse räumliche Klangeffekte zu erzielen. So kann zum Beispiel der Eindruck entstehen, Objekte würden sich seitlich am Zuhörer vorbeibewegen.

Raumklang dieser Art lässt sich heutzutage mit Hilfe einiger weniger Kosten genießen. Im Wesentlichen kommt es darauf an, dass man geeignete Lautsprecher in ausreichender Anzahl sowie einen entsprechender Receiver besitzt. Beim Receiver gilt es, auf den Decoder zu achten: Der Decoder entscheidet darüber, welche Tonformate unterstützt werden. Als das derzeit fortschrittlichste Tonformat für den Heimbereich gilt Dolby True HD.

3D-Sound durch Simulation

Der simulierte Raumklang, der auch gerne als 3D-Sound bezeichnet wird, ist vergleichsweise eine kostengünstige Lösung. Die Realisierung erfolgt mit Hilfe einer Software, die die Audiodaten auswertet und anschließend gezielte Effekte einarbeitet, um ein räumliches Klangerlebnis zu simulieren. Wie gut das Ergebnis ausfällt, hängt maßgeblich davon ab, welche Technologie zum Einsatz gelangt. Je nach Hersteller kann die Qualität des 3D-Sounds stark schwanken. Wer beispielsweise aus Platzgründen kein Raumklang-System installieren kann, sich aber dennoch räumlichen Sound wünscht, sollte die einzelnen Systeme probeweise anhören.