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Siebträgermaschinen

Für manchen Espresso-Liebhaber sind Siebträgermaschinen das einzig Wahre. Tatsächlich gelingt mit ihnen der beste Espresso – sofern man außer dem richtigen Gerät und geeignetem Kaffeepulver auch Muße und Erfahrung besitzt.

Die Profi-Versionen dieses Maschinentyps stehen normalerweise in Restaurants und Cafébars, und
das mit Grund: Liebhaber des traditionellen Espresso schwören auf Siebträgermaschinen.

Allerdings bestehen gerade hier sehr große Unterschiede: Die Konstruktionsweise der Maschine macht noch keinen exzellenten Espresso und bleibt ohnehin nur einer von mehreren Faktoren, die das Ergebnis bestimmen. 

Experten sprechen in diesem Zusammenhang von den vier großen Ms: Mischung, Mahlgrad, Maschine und Mensch sind es, die für das perfekte Ergebnis zusammenarbeiten müssen. Mit einer billigen Siebträgermaschine gelingt kein überragender Espresso. Aber auch die perfekte Maschine mit hervorragendem Kaffeemehl braucht immer noch einen erfahrenen barista, der ihr mit Fingerspitzengefühl das gewünschte Ergebnis entlockt. Insbesondere gilt dies für Handhebelmaschinen, bei denen man den Pumpendruck mit der Körperkraft erzeugt und die Geschwindigkeit von Hand bestimmt.

Empfehlenswerte Siebträgermaschinen mit Handhebel-Bedienung sind unter 500 Euro kaum zu haben. Das lohnt sich nur für Kaffeefreunde, die die manuelle Zubereitung perfekter Espressi als sinnliches Erlebnis zelebrieren.

Verbreiteter und mit Preisen ab 260 Euro bezahlbarer sind Siebträgergeräte mit elektrischer Pumpe oder Dampfdrucksystem, bisweilen auch als „Halbautomaten“ bezeichnet. Auch sie erfordern Handarbeit: Das Kaffeepulver will gemahlen, in den Siebträger gefüllt und „getampert“ werden – und das idealerweise immer nur portionsweise oder allenfalls mit einem Tagesvorrat an vorher gemahlenem Espressopulver. Dazu empfiehlt sich die separate Anschaffung einer elektrischen Kaffeemühle.Nach Überzeugung vieler Experten lässt sich mit einem Siebträger und viel Erfahrung der mit Abstand beste Espresso zubereiten.

Das Konzept ist jedoch nichts für Ungeduldige beziehungsweise findet seine Grenzen dort, wo in kurzer Zeit viel Kaffee zubereitet werden soll.