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E-Learning: Eine selbstverständliche Bildungsform

Als vor rund wenigen Jahrzehnten vereinzelt damit begonnen wurde, in Schulen sowie betrieblichen Aus- und Weiterbildungseinrichtungen computergestützte Unterrichtskonzepte einzuführen, wurde dies zwar kontrovers diskutiert, doch Konsens war: E-Learning ist die Bildungsform der Zukunft. Und heute?

E-Learning nutzt digitale Medien und Werkzeuge

Unter E-Learning (auch: eLearning) versteht man Lernformen, die digitale Medien und Werkzeuge einsetzen, um Lernstoffe zu präsentieren und die Kommunikation der Lernenden zu fördern. Die didaktischen Konzepte und Technologien variieren und sind nicht normiert. Ob Internet oder Hörbuch, interaktiv oder multimedial, Tablet oder TV-Bildschirm, E-Learning bietet den Akteuren unterschiedlichste Möglichkeiten an.

E-Learning hat klassische Lernformen nicht ersetzt

Durch die Entwicklung der Neuen Medien und die Verbreitung des Internets in den 1990ern wurde um E-Learning ein Hype angestoßen, der aus heutiger Perspektive – wie so vieles in den „New-Economy-Zeiten“ – maßlos übertrieben war. Heute weiß man, dass E-Learning Lernprozesse sinnvoll unterstützen, aber traditionelle Bildungsformen nicht ersetzen kann. Damit sind für E-Learning die Boom-Jahre zwar vorüber, doch „elektronisch unterstütztes Lernen“ hat sich etabliert. Bis zu einem gewissen Grad erfüllte sich damit der Anspruch, den man an E-Learning einst stellte.

Der Lauf der Zeit: E-Learning ist allgegenwärtig

Hintergründe werden deutlich, wenn man die zahlreichen Synonymen für E-Learning, wie Online-Lernen, Telelernen, multimediales Lernen, virtuelles Lernen, computergestütztes Lernen oder Computer-based Training, beleuchtet: Unser vernetzter Alltag ist bereits so digital, dass man den Einsatz von Computern und die daran gekoppelte Präsentation, Verteilung und Vermittlung von Inhalten im Zusammenhang mit Lehr- und Lernprozessen nicht mehr hervorheben muss bzw. es Sinn machen würde, dies zu tun.

Die kulturell bedingte Verschmelzung digitaler Medien und Werkzeuge mit klassischen Lernformen geschieht automatisch. Sei es bei der Benutzung von Content-Katalogen an Universitäten oder bei der Videokonferenz-Teilnahme innerhalb einer betrieblichen Fortbildung.

Ökonomische Zwänge verhindern Modernisierungsschub

Unabhängig davon hat E-Learning noch längst nicht in jedes Klassenzimmer Einzug gehalten hat. Der allgemeine Handlungsrahmen ist zwar gesteckt, doch das Tempo, mit dem E-Learning-Formen in Schulen zur Geltung kommen, ist niedrig. Das hat finanzielle Gründe. Die angespannte Finanzlage der Kommunen verhindert vielerorts die Modernisierung veralteter Hard- und Softwareausstattung.

E-Learning-Angebote als pädagogisches Qualitätsmerkmal

Man darf jedoch annehmen, dass sinkende Schülerzahlen und wachsende Bildungsansprüche zum Anlass genommen werden, die Profile der Schulen zu verschärfen. Der IT-Einsatz und E-Learning stellen in diesem Zusammenhang ein relevantes Qualitätskriterium dar. Gleiches gilt für Universitäten. Auch hier verhindern einerseits ökonomische Zwänge den flächendeckenden E-Learning-Einsatz, andererseits erfordert der Konkurrenz- und Profilierungsdruck E-Learning strategisch als pädagogisch-didaktische Methode zur Verbesserung von Studium und Lehre einzusetzen.

E-Learning nimmt in Unternehmen einen wachsenden Stellenwert ein

Entspannter sieht es in der freien Wirtschaft aus, wo mehr Kapital zur Verfügung steht und dadurch die Integration von E-Learning-Angeboten leichter möglich ist. In vielen Firmen stößt eLearning auf eine wachsende Resonanz. Insbesondere Lernsoftware ist in der betrieblichen Weiterbildungspraxis der deutschen Top-500-Unternehmen fest verankert. Auch das Internet als Bildungsmedium findet immer größere Beachtung. Kein Wunder, aus betriebswirtschaftlicher Perspektive ist computergestütztes Lernen an Einsparpotentiale geknüpft, während es im schulischen Sektor Kosten verursacht.