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Technik aus der Zukunft

Heute um 16:29 Uhr kommt Marty McFly in Hill Valley, Kalifornien an. Viele erinnern sich noch an das Hoverboard, auf dem er in Zurück in die Zukunft II umherflog. So fortschrittlich, wie man sich 1985 aber das Jahr 2015 vorstellte, ist es dann doch nicht – keine fliegenden Autos, keine Hydrator-Pizza, sehr schön wird dies in folgendem Video verdeutlicht:

Einen Pizza-Hydrator von „Black & Decker“ gibt’s leider noch nicht und auch wenn es nicht in 4 Sekunden klappt, eine leckere Pizza, bekommt dieses High-Tec-Gerät aus der Realität allemal hin:

 

Jacken, die sich automatisch an die Größe anpassen und sich in Sekunden selbst trocknen, sucht man noch vergebens in den Modegeschäften, allerdings ist auch hier die Filmvorlage nah an der Realität: „Smart Clothes“, also Funktionskleidung in die Technik eingearbeitet wurde, hat sich zwar noch nicht durchgesetzt, ist aber schon machbar.

Gott sei Dank, ist es auch nicht in Mode geraten, zwei Krawatten nebeneinander oder etwa die Hosentasche nach außen zu tragen. Ob allerdings Hosen, die gefühlt in den Kniekehlen der Träger hängen, wirklich die schönere Alternative sind, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Die selbst bindenden Schnürschuhe allerdings wurden von Nike mit Bezug auf den Film wirklich produziert. 2011 wurden in einer limitierten Aufklage die „Nike Mags“ vorgestellt, allerdings noch ohne Selbstbindefunktion, dafür mit LED-Beleuchtung. Dieses Jahr sollen die Nikes mit automatischen Powerlaces auf den Markt kommen.

Auch Roboter, die mit Hunden Gassi gehen sind genauso wenig im Alltag präsent wie Roboter als Personalersatz. Zwar gibt es Industriebereiche, in denen heutzutage Roboter vermehrt eingesetzt werden, als Bedienung wie im „Café der achtziger Jahre“ aus dem Film, findet man sie aber eher selten, es gibt sie aber bereits. So wie hier in einem Dolce Gusto-Shop in Japan:

Das, was aber nach wie vor faszinierend ist, wie trotzdem in einigen Details aktuelle Technologie im Bereich der Kommunikation vorausgesagt wurde, wie zum Beispiel Videotelefonie und Flachbildschirme. Im Film hingen diese überall an den Wänden, wer hätte das damals gedacht? Gut, schaut man sich Telefonate im Film an, erinnern diese doch eher an Beamer mit pixeligen Einblendungen und heutzutage nutzt wohl kaum noch jemand ein Fax und eine Kündigung darüber zu erhalten scheint auch fast unvorstellbar. Dank Skype wurde die Videotelefonie allerdings zur Realität und erhielt dank Smart-TV Einzug in unsere Wohnzimmer. Ja, skypen kann man damit auch, aber wir streamen dann doch lieber die neuesten Serien darüber, anstatt zu telefonieren:

 

In einem anderen Punkt sind wir der im Film dargestellten Zukunftsvision ebenfalls ganz nah auf den Fersen. Zwar gibt es noch keine Hologramm-Trailer, die einen auf der Straße anspringen, allerdings sind 3D-Filme im Kino und auf dem heimischen Fernseher allgegenwärtig geworden, sodass wir vielleicht schon bald wirklich „Der weiße Hai 19“ im Hologramm-Kino genießen können. ;-)

„Der weiße Hai 19“ Fake-Trailer von Universal Pictures Home Entertainment

Leider ist die Wettervorhersage auch nicht so weit fortgeschritten, so dass man sagen kann „es hört in vier Sekunden auf“ zu regnen. Schade, denn dadurch müssten wir uns die „Regenschirm-Frage“ nicht mehr stellen. Ebenfalls vergebens sucht man im Film Mobiltelefone und Smartphones. Dabei sind diese aus dem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken. Im Film werden Martys Tochter und Sohn über Datenbrillen über einen Anruf und ähnliches informiert. Das gerade erst für gescheitert erklärte Google Glass-Projekt zeigt aber, dass nicht jeder Technik-Trend sich durchsetzt.

Näher dran waren die Autoren des Film da an einer Entwicklung, die in der Realität allerdings gerade erst Fahrt aufnimmt und in unseren Alltag Einzug erhält: „Smart Home“ oder Heimautomatisierung steckt, im Vergleich zum Film, noch in den Kinderschuhen. Viele Dinge lassen sich aber heute schon zuhause automatisieren. Mit dem Smart Home-Kit von devolo zum Beispiel, lassen sich Thermostate, Steckdosen, Einbruchschutz und Rauchmelder über eine App fernbedienen.

Die Zukunft wird zeigen, welche technologische Basis sich durchsetzen wird. Was man allerdings jetzt schon behaupten kann ist, dass über kurz oder lang die Vernetzung fast überall dort Einzug erhalten wird, wo Menschen einen Mehrwert darin sehen. 

Das interessanteste Stück Technik aus „Zurück in die Zukunft II“ ist und bleibt allerdings das „Hoverboard“. Um das schwebende Skateboard Realität werden zulassen, haben viele Unternehmen Forschungsanstrengungen unternommen, bislang gibt es allerdings keine wie im Film gezeigte, alltagstaugliche Version davon. Erst kürzlich präsentierte der Autobauer Lexus seine Version des Hoverboards vor, allerdings benötigt dieses ein Magnetfeld, das in den Boden eingelassen ist. Nicht so cool wie das Original, da ist auf jeden Fall noch Luft nach oben.

Obwohl oder gerade weil nicht alle Vorhersagen eingetroffen sind, ist und bleibt die Zurück in die Zukunft-Triologie eine Filmreihe, die man immer wieder gerne schaut. Kult eben. In diesem Sinne: Herzlich willkommen in der Zukunft, Marty!