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Touchmonitore – großer Spaß für kleine Kinder

Ob Smartphone oder Tablet, Touchmonitore erfreuen sich nicht nur wachsender Beliebtheit, sondern gestalten den Umgang mit Computern von Grund auf neu. Seit iPhone und iPad laufen mobile, mit Touchscreen ausgestattete Geräte den herkömmlichen Desktop-PCs zunehmend den Rang ab. Kein Wunder: Wer sich einmal ans Tippen, Ziehen und Wischen gewöhnt hat, verliert schnell die Lust an Maus und Tastatur. Komfortabler, als Bits und Bytes per Fingerstreich zu kommandieren, geht kaum – einen Touchscreen zu bedienen, ist wirklich kinderleicht.

Dem Touchscreen gehört die Zukunft

Wer es nicht glaubt, braucht nur einmal Kleinkinder dabei zu beobachten, wie routiniert sie in kürzester Zeit Touchmonitore steuern. Es ist offensichtlich: Berührungsempfindliche Displays sind intuitiv begreifbar und machen Spaß. Zahlreiche Clips auf YouTube dokumentieren, dass selbst Babys, die noch längst nicht ihrer Windel entwachsen sind, einfache Spiel- und Lernprogramme per Touchscreen managen können. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis ein ganzes Kinderzimmer im Flachbildschirm steckt. Längst haben Buchverlage und Spielehersteller den Trend erkannt und bieten für iOS, Android und Windows, was das Kinderherz begehrt. Angesagte Apps verkaufen sich rund um den Globus millionenfach.

Touchscreen: Fluch oder Segen?

Ob es altersgerechter ist, wenn Zweijährige auf dem Touchscreen Figuren wischend einem Ziel zuordnen statt aus Holz gedrechselte Dreiecke und Quadrate in Öffnungen zu stecken, ist dabei eine ganz andere Frage und wird je nach Bildungsstand und Herkunft unterschiedlich bewertet. Während Anhänger von Rudolf Steiner womöglich eine Gefahr darin sehen, dass ihre Sprösslinge im Umgang mit Apps bewanderter sind als sie selbst, zeigt man sich im technikaffinen Tokio darüber hocherfreut. Da Touchmonitore jedoch überall sind, ist es aus medienpädagogischer Sicht so oder so angebracht, Kinder von klein auf an Tablet & Co. zu gewöhnen.

Passiver Konsum vs. aktive Nutzung

Im Umgang mit digitalen Inhalten gilt es daher ein vernünftiges Maß zu finden. Nur: Wie viel Touchscreen ist „natürlich“? Einerseits will man keine weltfremden Wesen erziehen, andererseits aber auch keine antriebslosen Monster, die ohne Touchmonitore und sich dahinter verbergende Angebote nichts mit sich anzufangen wissen. Dieser Spagat birgt reichlich Konfliktstoff in sich und ist letztlich so alt wie das Fernsehen. Dabei sollte allerdings nicht vergessen werden, dass Touchmonitore zur Interaktion gedacht sind. „To touch“ heißt auf Deutsch berühren, tasten oder kontaktieren, und genau das verlangt ein Berührungsbildschirm – sonst passiert nichts.

Nutzung von Touch-Funktionalitäten gezielt fördern

Insofern besteht Hoffnung, dass der Touchscreen dazu geeignet ist, individuelle Medienkompetenzen zu fördern. Vorausgesetzt, die eingesetzten Apps sind niveauvoll gemacht und werden von den Eltern nicht als Babysitter missbraucht: Kompetenzen müssen vermittelt und erlernt werden! Unlängst in Kitas durchgeführte Untersuchungen zeigen, dass das Gegensatzpaar Virtualität/Realität für Kleinkinder gar nicht existiert. Entsprechend kann ein maßvoller Umgang mit spielerischen Lernprogrammen via Touchscreen die kindliche Neugier wecken und dazu beitragen, die Welt besser zu verstehen – so lange Eltern darauf achten, dass ihre Kinder nicht nur auf Touchmonitore drücken bzw. diese wischen, schütteln und drehen, sondern auch an der frischen Luft toben, auf Bäume klettern und mit Gleichaltrigen spielen.