Neues Notebook? Aber welches?

Das richtig Notebook zu finden, ist gar nicht so einfach: Welches ist das Beste für welchen Einsatz? Was mache ich wirklich damit? Wo setze ich es ein? Wir geben Ihnen eine kleine Entscheidungshilfe an die Hand.

Erstes unter Vielen?

Ist das Notebook eine Ergänzung oder Hauptgerät fürs Surfen und zum Kommunizieren? Als Ergänzung darf es gern auch eine Nummer kleiner sein, zum Beispiel bei Arbeitsspeicher (4 GB RAM) oder Festplatte (128 GB). Als „Stand-alone“ muss der neue Rechner gleich viel mehr aufbieten. 8 RAM Arbeitsspeicher stellen sicher, dass Sie wirklich schnell und somit produktiv bleiben. Im Zeitalter des Business Computing in der Cloud schwindet allerdings die Relevanz der Festplattengröße.

Einer für alles?

Ein Notebook kann entsprechend stark ausgestattet Ihr ganzes Leben aufnehmen – aber in vielen Fällen soll er nur alltäglich Genutztes mobil zugänglich machen: E-Mail, Internet oder Medienwiedergabe. Da braucht es keinen Rolls-Royce. Vielleicht reicht sogar ein Tablet.

Wichtigste Entscheidung: die primäre Nutzung. Im Haus als ständiger Begleiter, fürs Gaming oder als aufwendige Archivverwaltung, zum Beispiel für Fotos und Musik. Worauf Sie allerding achten sollten ist, ein primär beruflich genutztes Notebook zusätzlich privat zu gebrauchen. Dies soll dazu dienen, dass Sie fokussiert arbeiten können und vor allem wenn Sie in Ihrer Freizeit am Notebook sind auch wirklich abschalten.

Wohin wollen Sie?

Wo wird das Gerät genutzt? Viel unterwegs? Dann achten Sie eher auf die Akkulaufzeiten. Pauschale Angaben in Stunden sind wenig hilfreich, weil die genutzten Programme und im Hintergrund laufenden Prozesse entscheidend sind. Angeboten werden drei gängige Laufzeiten: bis zu 4 Stunden, 5 bis 7 Stunden und länger. Wenn Sie allerdings unterwegs sind und wie bspw. im Zug eine Stromversorgung haben, sollten Sie einen größeren Augenmerk auf das Gewicht legen, denn schließlich müssen Sie das Notebook auch die ganze Zeit mit sich rumtragen.

Bleiben Sie immer allein?

Multimediale Anbindung für Video-Telefonie oder webbasierte Konferenzen gehören heute zum Standardgeschäft der mobilen Arbeitswelt. Auch privat wird zunehmend online kommuniziert. Achten Sie auf diese Optionen, wenn Sie dabei sein möchten. Nicht nur beim mobilen Arbeiten können auch Touchscreens die Navigation erleichtern.

Tablet oder Notebook?

Die Frage stellt sich erst gar nicht, wenn Sie auf einen Kombi-PC zurückgreifen. Das Beste aus beiden Welten bietet sich in einem Gerät und macht Sie noch einmal sehr viel flexibler. Natürlich gibt es bei den Hybriden auch Geräte die mehr Tablet oder mehr Notebook sind. Dies kommt dann auch wieder auf die Ihre persönliche Nutzungsweise drauf an.

In unserem MEDIMAX Onlineshop finden Sie eine große Auswahl verschiedener Notebooks oder lassen Sie sich Vorort in Ihrem MEDIMAX Markt beraten.

Ausgewählte Notebooks - weitere Modelle in unserem Onlineshop

NOTEBOOKS FÜR GAMER

Passionierte PC-Gamer brauchen ein starkes Notebook, um auch außer Haus anständig zu zocken. Welche Details bei der Kaufentscheidung zu beachten sind, verraten wir in diesem Beitrag. Waschechte Gaming-Notebooks bieten genug Rechenleistung um auch aktuelle und anspruchsvolle Spiele flüssig darzustellen. Doch das geht ordentlich ins Geld, die mobilen Kraftpakete kosten mindestens 2000 Euro. Dafür gibt es schon einen verdammt guten Desktop-PC inklusive Monitor, Tastatur und Maus! Wie bei herkömmlichen Notebooks sind die verschiedenen Modellvarianten auch in der Kategorie Gaming vielfältig.

MASSGEBLICH: DIE GRAFIKKARTE

Wie beim Desktop-Rechner entscheidet hauptsächlich die Grafikkarte über die Spieleleistung. Integrierte Grafiklösungen wie Intel HD Graphics können Sie für echten Spielspaß jedoch vergessen. Diese sind einfach zu schwach für aktuelle Titel. Die besten Grafikkarten für Notebooks kommen aktuell von Nvidia. Die Geforce-GTX-10-Serie mit Ihren energieeffizienten und überaus leistungsfähigen Grafikchips der Pascal-Architektur sind nur wenig langsamer als ihre Desktop-Pendants. In aufsteigender Performance-Reihenfolge sollten Sie in den Spezifikationen des mobilen Rechners nach einer Nvidia Geforce GTX 1060, 1070 oder 1080 Ausschau halten. Die Königsklassen sind Modelle, die mit zwei Grafikkarten ausgestattet sind und diese parallel betreiben. Gibt der Geldbeutel dies nicht her, gehen Geforce-900M- und AMD-M400-Karten gerade noch in Ordnung, nur sollten Sie dann keine extrem hohen Taktraten und Detailgrade erwarten.

TAKTGEBER: DER PROZESSER

Natürlich darf der Prozessor eines Gaming-Notebooks nicht allzu schwachbrüstig sein. Für aktuelle Spiele ist ein hoher Takt wichtig und nicht die Anzahl der Rechenkerne. Mindestens vier echte Kerne sollten es allerdings schon sein, da auch viele alltägliche Anwendungen davon profitieren und damit dem Gerät beim Multitasking nicht allzu schnell die Puste ausgeht. Lange Zeit war nur ein Hersteller für Gamer interessant – nämlich Intel. Für das Gaming-Notebook sollte es mindestens ein Intel Core i5 oder ein i7 sein. Für Spieler interessant sind die Versionen mit einem H oder mit den Endungen HQ und HK. Doch mit dem Ryzen hat AMD einen starken Konkurrenten ins Feld geschickt, der Intel Klasse für Klasse den Schneid abkauft. In einem Test der Computerbild konnte sich das neue AMD-Spitzenmodell Threadripper 1950X sogar gegen Intels Core i9-7900X durchsetzen. Den Anwender freut’s, denn wenn sich Hersteller streiten, profitiert er von besseren Geräten.

FLOTT UND SCHARF: DER BILDSCHIRM

Beim Bildschirm ist die Full-HD-Auflösung (1920 x 1080 Pixel) Standard – alles darüber stellt Inhalte mit mehr Schärfe und Details dar, kostet dafür aber auch Rechenleistung. Wer in hochauflösendem Ultra-HD (3840 x 2160 Pixel) spielen möchte, der braucht mindestens eine Nvidia Geforce GTX 1080. Neben der Auflösung ist auch die Panel-Technologie wichtig: IPS sorgt hier für hohe Kontraste, lebendige Farbe und stabile Blickwinkel, reagiert allerdings nicht so flott wie ein TN-Panel. Letzteres bietet nicht weniger knallige Farben und hinkt beim Blickwinkel hinterher. In jedem Fall sollte das Panel jedoch entspiegelt sein, damit sich keine störenden Lichtreflexionen bilden können.

Die Bildwiederholfrequenz sollte mindestens 75 Hertz betragen. Und gehen Sie niemals über fünf Millisekunden Reaktionszeit. Je mehr Hertz der Bildschirm bietet und je reaktionsschneller er ist, desto flüssiger werden die Inhalte dargestellt – das Optimum sind aktuell 120 Hertz und nur 3 Millisekunden Reaktionszeit! Das ideale Display wird durch eine Bildsynchronisationstechnik wie Nvidia G-Sync abgerundet – AMDs Pendant hört auf den Namen Freesync. Diese Techniken synchronisieren die Bildausgabe des Grafikprozessors mit der Bildwiederholrate des Monitors und verhindern auf diese Weise hässliche Tearings (ein zeilenweises Zerreißen des Bildschirms) und Ruckler. Das Bild wirkt dadurch dann wesentlich flüssiger.

SCHLANK: DAS GEHÄUSE

Gaming-Notebooks waren früher schwer, dick und klobig, was vor allem an der Kühlung für die starken Komponenten lag. Doch diese Zeiten sind vorbei. Nvidia stellte im Sommer 2016 das sogenannte Max-Q-Design für Grafikkarten vor, das extrem schlanke Notebooks mit einer Dicke von lediglich 1,8 Zentimetern zulässt. Das gilt selbst für Modelle, die eine Nvidia Geforce GTX 1080 besitzen. Doch das schlanke Design kann auch ein Nachteil sein: Einige derart dünne Modelle erhitzen sich recht stark, meistens drehen auch die Lüfter ziemlich nervig auf, wenn das Gerät ausgelastet wird. Teilweise kann es dabei zum Thermal Throtteling kommen: CPU und GPU takten sich herunter, damit sie weniger Wärme erzeugen und die Elektronik nicht beschädigt wird. Dadurch sinkt ebenfalls die Leistung. Wer dafür sorgt, dass das Notebook rundherum frische Luft ansaugen kann und meist zu Hause spielt, kann diese Nachteile verschmerzen.

ARBEITSSPEICHER UND FESTPLATTE

Im Gegensatz zu integrierten Grafikeinheiten zwacken sich Gaming-Grafikkarten in Notebooks keinen Arbeitsspeicher ab, weil sie über einen eigenen Videospeicher verfügen. Trotzdem sollte das RAM mindestens acht Gigabyte Kapazität haben, idealerweise verteilt auf zwei Speichermodule. Beim Systemspeicher sollte die Wahl auf eine SSD fallen, da sie für einen immensen Geschwindigkeitsschub sorgt, wenn es beispielsweise um das Hochfahren des Notebooks, um Dateizugriffe oder auch Ladezeiten in Spielen geht. Idealerweise entscheiden Sie sich für die klassische Kombination aus einer SSD, auf die das Betriebssystem, wichtige Anwendungen und je nach Größe auch ein bis zwei Lieblingsspiele passen, während Sie auf einer HDD große Spiele- oder Multimedia-Bibliotheken ablegen. Reicht das Geld nur für eine HDD, stellen Sie zumindest sicher, dass die Magnetscheiben mit mindestens 7200 Umdrehungen pro Minute rotieren.

NICHT ZU UNTERSCHÄTZEN: DIE ANSCHLÜSSE

Die Anschlüsse werden häufig beim Kauf eines Gaming-Notebooks vernachlässigt, was ein Fehler ist. So sollte es über mehrere USB-3.0-Buchsen verfügen, damit Sie eine Tastatur und Maus anschließen können. Wir empfehlen: einmal USB 3.0 und zweimal USB 2.0. Auch ein vollwertiger Ethernet-Anschluss ist nützlich – oder wollen Sie Multiplayer-Spiele über das störanfällige und auch langsamere WLAN zocken? Apropos Drahtlosnetzwerk: Ein Modul, dass mindestens Bluetooth 4.0 und den Standard 802.11ac beherrscht, sollte es schon sein. Für den Anschluss eines externen Monitors sollten HDMI oder noch besser Displayport zur Verfügung stehen. Damit Sie auch in Zukunft auf der sicheren Seite sind, setzen Sie am besten auf Thunderbolt 3 und USB 3.1 – oder beides kombiniert in einem Typ-C-Stecker.

EINGABEGERÄTE: TASTATUR UND TOUCHPAD

Über die optimale Tastatur lässt sich streiten, der eine mag einen etwas längeren Hub, der andere will es klicken hören. Da sie sich bei einem Notebook nicht austauschen lässt, sollte die Wahl gut überlegt sein. Probieren Sie die Tastaturen Ihrer favorisierten Modelle, wenn irgendwie möglich, vor dem Kauf aus – beispielsweise in einem Elektronikmarkt. Das Touchpad ist nicht wichtig: Echte Zocker greifen zu einer externen Maus, weil ein Trackpad nicht die Präzision herkömmlicher Mäuse bieten kann. Mittlerweile hat sich das Insel- oder Chiclet-Design bei Tastaturen etabliert, bei dem zu allen Seiten etwas Abstand zu den nächsten Tasten besteht. So ist die Gefahr geringer, im Eifer des Gefechts versehentlich mehrere Tasten gleichzeitig zu drücken. Nützlich sind zusätzliche, programmierbare Tasten (Makros), um typische Befehlsfolgen oder Aktionen für Spiele darauf abzulegen. Eine Tastenbeleuchtung ist immer zu empfehlen, ob es eine RGB-Tastatur sein muss, die in allen beliebigen Farben leuchtet, bleibt Ihrem Geschmack vorbehalten. Zur Schaltcharakteristik der Tastatur können wir allerdings nur wenig sagen, da hier die Geschmäcker verschieden sind.

AKKUS SORGEN NUR FÜR KURZEN GAMING-SPASS

Für Nicht-Gamer ist die Akkulaufzeit eines Notebooks oft ein Kaufgrund – bei Gaming-Notebooks eher nicht. Erstens liefern die mobilen Gaming-Systeme im Akkubetrieb nicht hundertprozentige Spiele-leistung und zweitens erreicht kein Notebook unter voller Auslastung die Drei-Stunden-Marke. Die Leistungsaufnahme ist beim Spielen einfach viel zu hoch und saugt den Akku entsprechend schnell leer.